Ausstellungseröffnung • Nicola Staeglich • Aerial

NICOLA STAEGLICH

Aerial

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 28. November 2019, 19 – 21 Uhr
Ausstellungsdauer: 29. November - 18. Januar 2020

„Aerial“ ist die vierte Einzelausstellung mit Nicola Staeglich (*1970 in Oldenburg) in der Galerie Wittenbrink.
Strahlende Farbbahnen korrespondieren in der Serie Transparencies mit ihrer Umgebung. Die wie freischwebend wirkende ungegenständliche Malerei in kontrollierten, breiten Pinselspuren liegt hinter transparentem Acrylglas, das den vertikalen und horizontalen Farbspuren besondere Brillanz verleiht. Durch Lichteinfall wird die freischwebende Farbe von dem zweidimensionalen Träger gelöst und setzt sich durch strukturhafte Schatten an der Wand hinter dem Bildträger und Spiegelungen im Raum fort. Das Licht erzeugt einen neuen, entgrenzten Lichtraum, der sich mit der Zeit und durch Bewegung im Raum wandelt: Ein Lichtspiel mit einer eigenen abstrakten Narration.
Die künstlerische Untersuchung der Öffnung des Bildraumes und das Interesse an Licht und Transparenz setzen sich in der ergänzenden Bildserie liquid light fort. Auch hier finden sich die charakteristischen Pinselspuren in dünnflüssiger Ölfarbe wieder, die den künstlerischen Vorgang, den präzisen und sorgfältigen Duktus des breiten Pinsels abbilden. In liquid light ist jede dieser Farbbahnen gleichermaßen autonom sowie Teil eines Ganzen. Jeweils auf einen eigenen Bildträger, einem semi-transparenten Polyesterpapier, aufgebracht, ergibt sich durch ihre versetzte Schichtung neue Farbmischungen. Wie eine eigene Lichtquelle wirkt die Malerei auch durch die lockere Komposition der Papierlagen, durch welche das Licht bis hinter das Papier dringen kann und so die Strahlkraft der Ölfarbe unterstreicht.

Nicola Staeglich (*1970, Oldenburg) lebt und arbeitet in Berlin und Essen. Sie studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main, an der Akademie in Mainz sowie am Chelsea College of Art in London.
Sie erhielt für ihre künstlerische Arbeit bereits zahlreiche Stipendien, wie etwa die Förderung der Stiftung Kunstfonds, Bonn im Jahr 2005 oder den British Academy Award 1997/98. Im Jahr 2014 wurde ihre Arbeit wurde für das Buch „100 Painters of Tomorrow“ (erschienen bei Thames & Hudson, London), unter über 4.000 Bewerbern ausgewählt. 2015 wurde sie als Professorin an die Kunsthochschule Essen berufen, wo sie seit 2018 Dekanin am Department für Malerei und Grafik ist.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch und stehen für Fragen und Bildmaterial gerne zur Verfügung.

 

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Abb.: Porträt Nicola Staeglich mit Trancparency, Foto: Roman März

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