Galerie Wittenbrink

Nach seiner Ausbildung in einem Kunstverlag machte sich Bernhard Wittenbrink 1971 als Kunsthändler selbstständig. 1978 eröffnete er gemeinsam mit seiner Frau Hanna Wittenbrink in Regensburg eine Galerie. 1984 zogen sie mit ihrer Galerie nach München.

In ihrer Galerie zeigten sie von Beginn an neben Malerei und Skulptur auch Rauminstallationen, Foto- und Videokunst.

2003 wurde eine Dependance der Galerie Wittenbrink in den von den Architekten Herzog und de Meuron entworfenen “Fünf Höfen” im Zentrum von München eröffnet. Dieser Galerieraum inmitten einer Einkaufspassage stellt ein neues Vermittlungskonzept zeitgenössischer Kunst innerhalb der städtischen Einkaufskultur dar. Er fungiert außerdem als Alternative zu Messebeteiligungen.

Von Anfang an nahm die Galerie an den Internationalen Kunstmessen teil. Dreizehn Jahre an der Art in Basel, noch öfter an der Art Cologne in Köln, aber ebenso an den ersten Kunstmessen in Frankfurt, der FIAC in Paris, der Arco in Madrid sowie der KunstRai in Amsterdam oder in Bologna.

Die Galerie verlegte zu fast allen ihren Künstlern und Künstlerinnen Ausstellungskataloge oder Künstlerbücher, die Sie in der Galerie kaufen können. In der Galerie entstand auch Idee für das Kunstbuch “Light Boxes” von Dr. Stephan Trescher. Es ist die erste Publikation zum Thema Leuchtkastenkunst. Die Galerie unterstützte die Herausgabe im Verlag für moderne Kunst Nürnberg.

Die Wittenbrinks engagierten sich außerdem bei Ausstellungen außerhalb der Galerie. Es gab und gibt regionale wie überregionale Aktivitäten. Die Wittenbrinks begründeten zum Beispiel die “Initiative der Münchner Galerien” mit.

Die folgenden Ausstellungen außerhalb der Galerie wurden von den Wittenbrinks  initiiert, geplant und durchgeführt:

“SITUATIONEN  I bis III“ war eine Reihe von Skulpturenausstellungen und Künstlerprojekten, unter anderem mit Künstlern des Künstlerhauses Hamburg und dem Büro Berlin. Dazu entstand ein Katalog.

Gemeinsam mit Rupert Walser wurde zur Art Frankfurt die Sonderausstellung “ohne Auftrag” gestaltet. Darin wurde am Beispiel von München die Geschichte des Kunsthandels thematisiert. Zur Ausstellung erschien ein Buch, das zugleich die erste Publikation zu diesem Thema ist.

“POSITIONEN” gab einen Rückblick auf des Förderprogramm junger Künstler  der Art Cologne von 1980 bis 1990. Die Auswahl trafen Ulrich Bischoff, Annelie Pohlen und Andreas Vowinckel. Unter den Ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern waren Stefan Demary, Bogomir Ecker, Astrid Klein, Thomas Ruff, Thomas Schütte und Rosemarie Trockel. Es entstand dazu ein Katalog.

Unter dem Titel “JUNGE BRITISCHE KUNST” wurden die Werke von zehn Künstlern der Sammlung Saatchi auf einer Sonderschau zur Art Cologne 1993 gezeigt. Die Idee, Auswahl, Planung und Durchführung entstand gemeinsam mit Heidi Reckermann. Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen waren unter anderem Damien Hirst, Langlands & Bell, Sarah Lucas, Marc Quinn und Marc Wallinger. Zur Ausstellung wurde wieder ein Katalog verlegt.

Die Ausstellung “Fotografie als Kunst im öffentlichen Raum” wurde 1991 in München zusammen mit Daniela Goldmann und Rupert Walser kuratiert. Es nahmen unter anderem Dennis Adams, Bernd & Hilla Becher, Clegg & Guttmann, Daniel Poensgen und Hans-Peter Feldmann teil. Dazu erschien ein Katalog.

Bei “Europa 94” wurde junge europäische Kunst gezeigt. Gestaltet wurde die Ausstellung gemeinsam mit Christian Gögger, Barbara Gross, Karl Pfefferle und Walter Storms. Zu Ausstellung erschien ein Katalog.

Für die Max-Planck-Gesellschaft München wurden drei Einzelausstellungen mit Florian Thomas, Silja Addy und Helmut Dirnaichner gestaltet. Zu den Ausstellungen erschienen Kataloge, die Sie auch in der Galerie erhalten können.

Zusammen mit Rupert Walser wurde der PHOTOGRAPHIE SOMMER MÜNCHEN 1997 initiiert. Es erschien dazu eine Broschüre.

Von 1992 bis 1995 erschien die Zeitschrift “Kritik, zeitgenössische Kunst München”. Nachdem sie die Idee dazu hatten, übernahmen die Wittenbrinks auch die Herausgabe und Redaktion der Zeitschrift.

1996 waren die Wittenbrinks an der Gründung der Kunstmesse artforum in Berlin beteiligt. Sie hatten die Idee zur erstmaligen alphabetischen Aufplanung für eine Kunstmesse, die dann auch umgesetzt wurde.